Jahreskonzert als geglückter Abschluss unseres 150. Geburtstages

Bericht der Schwäbischen Zeitung über unser Jahreskonzert.

Festjahr endet mit Hommage

 Der Musikverein Wald unter der Leitung von Jürgen Schatz unterhält das Publikum beim Konzert mit einer musikalischen Retrospektive auf die vergangenen drei Jahrzehnte.
Der Musikverein Wald unter der Leitung von Jürgen Schatz unterhält das Publikum beim Konzert mit einer musikalischen Retrospektive auf die vergangenen drei Jahrzehnte. Foto: Anthia Schmitt

Wald sz Mit dem Jahreskonzert ist das Festjahr zum 150-jährigen Bestehen des Musikvereins Wald am ersten Weihnachtstag zu Ende gegangen. Die Musiker unter der Leitung von Jürgen Schatz wählten passend zum Jubiläum das Thema „Tempus fugit – oder: Wie die Zeit vergeht“ aus. Sie präsentierten als Hommage an die Vergangenheit auf gewohnt hohem Niveau ein abwechslungsreiches Programm mit sieben Stücken, die sie bereits bei den kleinen Fünf-Jahres-Jubiläen seit dem Jahr 1986 gespielt hatten.

Für die meisten Orchestermitglieder stellte das Einüben im Vorfeld eine Herausforderung dar, denn viele waren 1986 noch nicht einmal geboren. Lediglich neun Musiker des über 60 Männer und Frauen starken Orchesters saßen schon damals auf der Bühne. Für die Zuhörer, die über die vielen jungen Leute auf der Bühne ins Staunen gerieten, spielte das Alter der Musiker keine Rolle. Sie genossen das musikalische anspruchsvolle Programm.

Los ging es mit den an die großen Militärmärsche angelehnten Fanfaren des Konzertmarschs „Hochheidecksburg“, den Rudolf Herzer 1912 zu Ehren des gleichnamigen Schlosses in Rudolstadt komponierte. Aus dem Konzertjahr 1991 stammte der „Classical Canon“, in dem der belgische Zeitgenosse André Waignein das melodiöse Thema aus dem berühmten „Canon“ des Barockkomponisten Johann Pachelbel bearbeitete, bevor der temperamentvolle „Graf Zeppelin Marsch“ des Militärmusikers Carl Teike zum Mitklatschen verführte.

Rhythmisch geprägte Melodien aus dem Musical „Tanz der Vampire“ ließen den Blick des Zuschauers hinauf zu den Schlagwerkern gleiten, die mit Präzision den Takt vorgaben. Wie schon im Jahr 2006 begeisterte das Orchester sein Publikum mit „Magic of Mozart“, einem Stück, in dem der Engländer Darrol Barry 15 berühmte Werke des Wiener Klassikers Wolfgang Amadeus Mozart in einem modernen Arrangement zusammenfasste.

Danach ging das Programm mit dem schwungvollen Sound der irischen Tanzshow „Lord of the Dance“ und dem für das diesjährige Jubiläum ausgewählten Medley der kalifornischen Erfolgsband „Red Hot Chilli Peppers“ zu Ende.

Publikum erlebt Uraufführung

Eine Uraufführung erlebte das Publikum als Zugabe mit dem bedächtigen Stück „Friedenslicht“, das Dirigent Jürgen Schatz ganz neu für Alphorn und Blasorchester geschrieben hat. Die 2007 als Familienformation gegründeten einheimischen Stockweg-Alphornbläser mit Sylvia Schatz, Josef Sessler und Helga Sessler erhielten für diese beeindruckende Aufführung Verstärkung von Karl-Josef Hübschle und Leonhard Maier. Natürlich kannte die Begeisterung des Publikums nach dieser wohl einmaligen Darbietung keine Grenzen mehr und so gab’s als weihnachtliche Dreingabe noch den Ohrwurm „Halleluja“ von Leonard Cohen.

Im Vorfeld hatte die Jugendkapelle unter der Leitung von Karl-Josef Hübschle, die in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen feierte, mit einem ansprechenden Programm auf den Hauptteil des Konzerts eingestimmt. Der gut ausgebildete Nachwuchs unternahm eine musikalische Reise die vom Sternbild „Orion“ über einen ungarischen „Csardas“, bei dem Isabel Schilling ihr Können als Solistin an der Klarinette unter Beweis stellte, bis zu den lebensfrohen Menschen auf der Karibikinsel Antigua führte. Eine Seefahrt nach Neuseeland mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ und die musikalisch anspruchsvolle Entdeckungsreise „Explorations“ aus der Feder von Johan Nijs leiteten zur Zugabe „Feliz Navidad“. Mit Charme und vielen interessanten Informationen führten Eva Maria Hübschle und Mareike Hänsler durch den Abend.

Link zur Seite der Schwäbischen Zeitung: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Festjahr-endet-mit-Hommage-_arid,10587988_toid,501.html

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